| Auto & Verkehr
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Wer in den USA ein Auto mietet sollte an so einiges denken. Erstmal ist die Wahl der richtigen Mietwagenkategorie wichtig. Es gibt im großen und ganzen folgende Kategorien:
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Klasse |
Erklärung |
empfohlen für |
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Economy |
Kleinwagen |
1-2 Personen mit wenig Gepäck |
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Compact |
Mittelklasse |
1-4 Personen |
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Intermediate / Mid Size |
obere Mittelklasse |
1-5 Personen |
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Full Size |
Oberklasse |
1-5 Personen mit viel Gepäck |
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Minivan |
Kleinbus |
1-6 Personen mit viel Gepäck |
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Luxury |
Limousine mit luxuriöser Ausstattung |
1-5 Personen mit viel Gepäck |
Nach der Auswahl der Kategorie und Zuschlägen (Versicherungen, Saisonzuschlag, Zusatzfahrer-Gebühr, Einwegmietgebühr, Under Age-Zuschlag, Steuern und Gebühren, etc.) richtet sich der endgültige Mietpreis.
Die Preise sind auch regional sehr unterschiedlich. Im Westen der USA und in Florida sind die Mietgebühren am niedrigsten, New York und Illinois sind am teuersten.
Abgerechnet wird nach Miettagen. Es empfiehlt sich, wochenweise anzumieten, da die Wochengebühren niedriger sind als Tagesmieten (man zahlt also für 7 Tage Wochenmiete oft weniger als für 5 Tage Einzelmiete). Übernimmt man das Fahrzeug um 10:00 muss es auch wieder vor 10:00 am Rückgabetag zurückgebracht werden, sonst wird eine weitere Tagesmiete fällig.
Verboten sind oft Fahrten nach Mexiko und nach Canada, auch manche schwer zugängliche Nationalparks dürfen mit dem Mietwagen nicht besucht werden.
Grundsätzlich ist die Anmietung ab 21 Jahre möglich, ist man unter 25 Jahre alt wird allerdings ein Zuschlag (Under Age) fällig. Bei Alamo und Budget kann man auch schon ab 19 Jahre ein Auto mieten, allerdings wird hier ein weiterer Zuschlag fällig.
Der Mieter ist für jede Beschädigung oder für den Verlust des Fahrzeugs verantwortlich, unabhängig davon, ob ein Verschulden vorliegt oder nicht.
CDW/LDW
Dieser Haftung entgeht man, wenn man die sogenannte CDW (collision damage waiver) oder LDW (loss damage waiver) abschließt. Bei Angeboten von europäischen Reiseanbietern ist sie normalerweise bereits im Mietpreis enthalten. Es handelt sich dabei um einen Ausschluss der Eigenbeteiligung für Unfallschäden. Dabei handelt es sich nicht um eine Versicherung, sondern eine Vertragsregelung mit dem Mietunternehmen!
Der Abschluss von CDW/LDW ist absolut immer zu empfehlen!
LIS/EP
Diese Versicherung erhöht den Deckungsschutz der Haftpflicht auf 1.000.000 US-$ für Personen- und Sachschäden pro Versicherungsfall. Dies ist sinnvoll, da hier auch Ansprüche des Mieters gegen einen Unfallgegner (wenn dieser unterversichert, nicht versichert oder nicht bekannt ist) mitversichert sind. In diesen Fällen haftet der Mieter ansonsten selbst.
Verboten ist:
Der Mietvertrag wird nicht in Deutschland abgeschlossen (auch wenn man bereits hier bucht und bezahlt) sondern erst am Schalter des Vermieters. Hierzu sind einige Dokumente nötig:
Führeschein
Reisepass
Kreditkarte
Rückflugticket
Hat man bereits in Deutschland gebucht, legt man einfach den Gutschein (Voucher) vor, ansonsten muss man die Mietgebühr vor Ort bereits am Anmiettag zahlen. Dann wird das Kreditkartenkonto mit dem Gesamtbetrag belastet (evtl. Deckungsrahmen vorher erhöhen lassen!).
Sind alle Versicherungsfragen und Details des Mietvertrags geklärt unterschreibt man diesen und erhält mit einer Kopie des Vertrags auch die Schlüssel. Dann bekommt man auch mitgeteilt, wo der Wagen steht (Reihe und Platz). Entweder erreicht man seinen Mietwagen zu Fuß oder mit einem Shuttlebus. In letzterem Fall zeigt man einfach dem Fahrer den Mietvertrag und wird direkt vor seinem Wagen abgesetzt.
Nun sollte der Wagen gründlich von innen und außen begutachtet werden. Schäden am Wagen sind jetzt oder spätestens beim Verlassen des Geländes zu beanstanden.
Beim Verlassen des Geländes des Vermieters ist der Mietvertrag noch einmal vorzuzeigen, erst dann darf man es verlassen.
Fast alle Mietwagen sind mit Automatikgetriebe ausgestattet, ein Schaltgetriebe findet man fast nie. Wer noch nie ein Auto mit Automatikgetriebe gefahren hat, braucht allerdings keine Angst zu haben; die Bedienung ist ganz einfach und das Fahren ist kein Kinderspiel.
Es gibt folgende Positionen des Gangwahlhebels:
| N | Neutral | Leerlauf, hier kann das Fahrzeug gestartet werden |
| D | Drive | Fahrstufe, das Getriebe schaltet automatisch in den besten Gang |
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R |
Reverse |
rückwärts Fahren, erst einlegen, wenn das Fahrzeug steht |
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P |
Park |
Parkposition; nur hier kann der Zündschlüssel abgezogen werden |
| 1, 2, 3 | zum manuellen Schalten z. B. bei Steigungen und Gefällen |
Der Daumenknopf am Wahlhebel muss betätigt werden, um die Position zu wechseln
Zum Starten muss die Fußbremse gedrückt werden. Der Gangwahlhebel muss sich in der Position "N" befinden. Dann wie gewohnt das Fahrzug starten.
Einfach den Wahlhebel auf "D" stellen, ganz normal Gas geben und bremsen. Den Rest macht das Fahrzeug. Beim Warten an Kreuzungen und Ampeln muss das Bremspedal ständig gedrückt werden.
Beim Abstellen des Fahrzeugs den Wahlhebel auf Position "P" stellen; dann kann der Schlüssel abgezogen werden.
Das Fahren mit Tempomat ist sehr angenehm, besonders bei langen Fahrten. Die Bedienung ist recht einfach:
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ON/OFF |
schaltet den Tempomaten ein oder aus |
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SET |
setzt die aktuell gefahrene Geschwindigkeit, dann kann das Gaspedal losgelassen werden und der Wagen hält automatisch die eingestellte Geschwindigkeit. Bei Betätigung des Bremspedals schaltet sich der Tempomat ab. |
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RES |
Wird zwischendurch Gas gegeben (zum Beispiel beim Überholen) kann hiermit die zuletzt eingestellte Geschwindigkeit erneut eingestellt werden |
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Straßentypen: Interstates, Federal Highways und State Highways. Hier dazu einige Informationen:
Interstates sind quer durch das Land führende Straßen, die mit unseren Autobahnen vergleichbar sind. Abgekürzt werden sie mit "I" und der Nummer, zum Beispiel "I 5" oder "I 90".
Es gibt fast 70.000 km an Interstates, diese führen ohne Kreuzungen und ohne Ampeln quer durch die gesamte USA, von Grenze zu Grenze und von Küste zu Küste.
Und so erkennt man, wohin einen die Interstate führt:
Trägt die Straße ungerade Nummern führt die Interstate von Norden nach Süden, trägt sie eine gerade Nummer führt sie von Westen nach Osten. Das System gilt so allerdings nur für Interstates mit zweistelligen Nummern.
Die Ausfahrten (Exits) haben ebenfalls eine Nummerierung. Sie tragen fortlaufende Zahlen nach Anzahl der zurückgelegten Meilen; jedoch beginnt diese Zählweise in jedem Bundesstaat von neuem.
Hinweisschilder gibt es in drei Farben:
| grün | Hinweise, Ausfahrten, Meilenmarkierungen |
| braun | Sehenswürdigkeiten |
| blau | Hinweise auf Service (Tankstelle, Restaurant, Hotels etc.) |
Dabei handelt es sich um autobahnähnlich ausgebaute Schnellstraßen, die durch das ganze Land verlaufen. Im Unterschied zu Interstates gibt es hier jedoch Ampeln und Kreuzungen. Abgekürzt werden sie mit "US" und der Nummer, beispielsweise "US 2". Die Verkehrsschilder mit den Straßenbezeichnungen sind weiß mit schwarzem Rahmen und schwarzer Schrift.
Das Nummernsystem der Interstates gilt auch für Federal Highways.
State Highways sind untergeordnete Straßen. Die Beschilderung bestimmt der jeweilige Bundesstaat. Ausbau und Zustand der Straßen sind extrem unterschiedlich. Sie ändern häufig ihren Namen, wenn sie durch Ortschaften führen.
Interstates haben oft 6 und noch mehr Spuren in einer Fahrrichtung . Das Überholen auch auf rechten Fahrspuren ist in den meisten Bundesstaaten erlaubt. Amerikaner wechseln die Fahrspuren häufig ohne zu blinken.
Die rechte oder linke Fahrspur kann oft auch zur Ausfahrt werden, man sollte daher generell nicht ganz rechts oder links fahren, um nicht zwangsweise abbiegen zu müssen.
Verpasst man eine Ausfahrt, muss bis zur nächsten weiterfahren, um umzukehren; da das Wenden wie auf deutschen Autobahnen verboten ist.
Die Verkehrsregeln sind in den 50 Bundesstaaten unterschiedlich, im Großen und Ganzen sind sie allerdings vereinheitlicht. Hier gehen wir erstmal auf die Gemeinsamkeiten ein:
Jeder Autofahrer lässt dem Fußgänger stets den Vorrang. Der Fußgänger hat sozusagen die "eingebaute Vorfahrt".
Die knallgelben Schulbusse kann man fast nicht übersehen. Hält der Schulbus, schaltet der Fahrer die Warnblinkanlage ein und die Schüler steigen ein oder aus. Dann haben alle Verkehrsteilnehmer anzuhalten; auch in der Gegenrichtung! Erst wenn die Warnblinkanlage aus ist darf weitergefahren werden.
Highways
Die rechte Spur ist für den Verkehr bestimmt, der den Highways verlässt. Die linke Fahrspur ist dem überholenden Verkehr vorbehalten. Auf dem mittleren Streifen hat der normale Durchgangsverkehr zu fahren
Rechts- bzw. LinksabbiegespurenOft wird die rechte oder linke Fahrspur zur Abbiegspur. Man muss dann abbiegen, deshalb empfiehlt es sich immer auf der mittleren Spur zu fahren. Dann hat man die freie Wahl und wird nicht plötzlich überrascht.
Carpool-Spuren
Dabei handelt es sich um Fahrspuren, die für "Fahrgemeinschaften" reserviert sind, also für Fahrzeuge mit mehreren Insassen. Man sollte diese Spur auch nur dann benutzen, da die Benutzung überwacht wird.
Center Lane
Oft gibt es eine mit gelben Linien abgetrennte Mittelspur auf mehrspurigen Straßen. Diese dient dazu, den Linksabbiegern das Abbiegen zu erleichtern. Man fährt dazu einfach auf die Mittelspur und kann dort solange warten, bis kein Gegenverkehr mehr kommt und schließlich abbiegen. Der Vorteil daran ist, das man den nachfolgenden Verkehr nicht behindert. Auch beim Linksabbiegen aus einer Einfahrt auf Straßen mit "Center Lane" ist diese sehr hilfreich. Kommt von links kein Verkehr, aber von rechts eben schon fährt man einfach auf die Mittelspur und ordnet sich dann in den fließenden Verkehr ein.
Rechtsabbiegen an roten Ampeln
Das Rechtabbiegen an roten Ampelbn ist in fast allen US-Staaten erlaubt (vergleichbar mit unserem "grünen Pfeil"). Man muss erst vollständig anhalten, dann vergewissert man sich dass von links keiner kommt und biegt ab. Es gibt kein Schild, das darauf hinweist. Lediglich auf das Verbot wird hingewiesen.
In South Dakota und Wyoming sowie in New York City ist das Rechtsabbiegen an roten Ampeln verboten!
Es gibt Kreuzungen, an denen auf allen vier Straßen ein Stoppschild steht (mit dem Zusatz "4-Way"). In diesem Fall gilt folgendes: Alle Verkehrsteilnehmer halten an, dann darf zuerst derjenige fahren, der zuerst an der Kreuzung war.
Überholen ist in den meisten Staaten sowohl links als auch rechts erlaubt. In Nebraska, North Dakota, Oklahoma und Tennessee ist rechts überholen verboten.
Parken ist verboten:
Farbig markierte Bordsteine geben an, ob und wie lange man parken darf:
rot |
absolutes Parkverbot | |
weiß |
5 Minuten zur Geschäftszeit | |
grün |
Kurzparkzone (10 bis 30 Minuten, ist auf dem Bordstein angegeben) | |
blau |
Behindertenparkplatz | |
gelb- |
schwarz |
LKW-Ladezone |
gelb |
Be- und Entladezone (max. 20 Minuten) | |
"compact" |
Parken für Kleinwagen | |
"cycles" |
Parken für Motorräder | |
Haben Sie ein "Park-Ticket" bekommen, sollten Sie dieses möglichst selbst bezahlen. Auf dem Park-Ticket finden Sie in der Regel eine Telefonnummer, unter der sie den Strafzettel meist per Kreditkarte bezahlen können. Bezahlen Sie den Strafzettel nicht selbst, stellt ihnen der Autovermieter dies mit einer saftigen Bearbeitungsgebür in Rechnung, also möglichst immer selbst bezahlen!
In den USA unterscheiden sich die Verkehrsschilder wesentlich von denen in Europa. Lediglich das Stoppschild und das "Vorfahrt gewähren"-Schild sind einheitlich. Auf den folgenden Seiten können Sie sich über die Verkehrsschilder im Detail informieren.
Begriffe in Auto und Straßenverkehr
Hier einige Begriffe, die im Straßenverkehr und bei Pannen nützlich sein können:
| A/C (Air Condition) | Klimaanlage |
| accelerator pedal | Gaspedal |
| brake | Bremse |
| breathalyzer test | Alkoholtest |
| buckle up | anschnallen |
| bumper | Stoßstange |
| clutch | Kupplung |
| cruise control | Tempomat |
| curb | Straßenrand |
| dashboard | Armaturenbrett |
| dead end | Sackgasse |
| detour | Umleitung |
| dip | Senke |
| dirtdoad | unbefestigter Weg |
| driveway | Einfahrt |
| engine | Motor |
| exhaust pipe | Auspuffrohr |
| fender | Stoßstande |
| fill up | volltanken |
| flat tire | platter Reifen |
| fuel gauge | Kraftstoffanzeige |
| gear | Gang |
| glove box | Handschuhfach |
| hazard lights | Warnblinker |
| headlight | Frontscheinwerfer |
| hood | Motorhaube |
| hubcap | Radkappe |
| ignition | Zündung |
| indicator | Blinklicht |
| jack | Wagenheber |
| junction | Kreuzung |
| light bulbs | Glühbirne |
| odometer | Meilenzähler/Kilometerzähler |
| parking brake | handbremse |
| power steering | Servolenkung |
| power windows | elektrische Fensterheber |
| pull off | Haltebucht |
| puncture | Reifenpanne |
| rear light | Rücklicht |
| rear window defrogger | Heckscheibenbeheizung |
| RV (recreational vehicle) | Wohnmobil |
| sidewalk | Gehsteig |
| sliproad | Auf- bzw. Abfahrt |
| spare tire | Reserverrad |
| spark plug | Zündkerze |
| speeding | zu schnelles Fahren |
| speedometer | Geschwindigkeitsanzeige |
| sunroof | Schiebedach |
| trunk | Kofferraum |
| (windshield) wipers | Scheibenwischer |
In diesem Fall bleibt das Polizeiauto mit Blaulicht und Sirene hinter ihrem Fahrzeug. Halten Sie an, bleiben Sie ruhig! Vermeiden Sie hastige Bewegungen. Legen Sie den rechten Blinker ein, halten Sie am rechten Fahrbahnrand, stellen Sie den Motor ab und lassen Sie die Hände ans Lenkrad. Kommen Sie allen Aufforderungen des Polizisten nach und machen Sie keine hastigen Bewegungen, wenn Sie nach Papieren suchen.
In der Regel müssen Sie Führerschein (drivers license) und Papiere (registration) vorzeigen. Die "registration" haben Sie, sollten Sie einen Mietwagen fahren, vom Vermieter erhalten haben oder sie befindet sich bereits im Handschuhfach. Verhalten Sie sich freundlich und höflich, dann sollte es mit der Verkehrskontolle kein Problem geben.